Autostadt / PR-Magazin schrieb bitterbösen Verriss

Fast alle Zeitungen und Magazine im In- und Ausland loben die Wolfsburger Autostadt immer wieder über den grünen Klee. Jetzt hat das "PR Magazin" einen ziemlichen Verriss unter der Schlagzeile "Ausgezählt" geschrieben.

Dort heißt es: Branchenkreise munkeln, der Park sei vertriebstechnisch ein Flop, der VW-Pavillon gehöre zu den schwächeren und es werde VW-intern bereits laut über seinen Abriss nachgedacht.

Auslöser für den ungewöhnlichen Rundumschlag dürften Probleme des PR-Magazin-Schreibers mit den Autostadt-Öffentlichkeitsarbeit sein, mit der nur schriftlich kommuniziert wurde. Gesprächsbereiter zeigte sich VW-Kommunikationsvorstand Klaus Kocks, der die Autostadt als eine Mischform zwischen PR und Marketing sieht.

Kocks nimmt bei seinem Urteil über den VW-Pavillon kein Blatt vor den Mund: "Ich finde manche Pavillons stärker, manche schwächer." Der VW-Kubus zählt für ihn zu den schwächeren "Übrigens auch für VW-Chef Ferdinand Pi‘ch". Allerdings, von den im "PR Magazin" aufgestellten Behauptungen, intern werde bei VW über den Kubus-Abriss nachgedacht und Pläne für einen Neubau lägen offenbar in den Schubladen, habe er vorher nichts gehört.

Von ihm stamme diese Aussage nicht, sagte Kocks der WAZ.
Die angeblichen Abriss-Absichten für den VW-Pavillon dementiert Autostadt-Chef Otto Ferdinand Wachs vehement: "Das ist absurd und absoluter Blödsinn."

row, Wolfsburg

Wolfsburger Allgemeine Z. / 10.06.2001